Die
Freie Ambulante Pflege hat aufgrund ihrer über 21 jährigen
Erfahrung in den verschiedenen Krankheitsbildern eine Professionalität
erreicht, die mittlerweile dazu geführt hat, dass Mitarbeiter in
verschiedenen Gremien auf Bundesebene für ein bestimmtes Krankheitsbild
oder eine bestimmte Versorgungsform (Deutsche Gesellschaft für integrierte
Versorgung) tätig sind.
Für
welche Krankheitsbilder wir spezialisiert sind, ersehen sie oben.
Die
Angehörigen sind für uns immer ein wichtiger Bestandteil unserer
Versorgungsplanung und werden deshalb von Anfang an mit in die
entsprechenden Prozesse eingebunden.
Tipps
aus der Broschüre "Pflegende Angehörige stark machen" der
Volkshilfe Steiermark und des Sozialressorts des Landes Steiermark:
1.
"Bedürfnisgerechte und zweckmäßige Gestaltung der Wohnumgebung":
Da die Wohnung oder das Haus, in dem man lebt wohl nur äußerst selten im
Hinblick auf eine mögliche Erkrankung erstanden wurde, ist es klar, dass die
baulichen Gegebenheiten oftmals die Mobilität erschweren. Wichtig ist aber,
dass in den Bereichen, in denen sich der Patient aufhält, sämtliche
"Stolperfallen", wie z.B. Teppiche, zu glatter Boden, lose liegende
Leitungen und ähnlichen, vermieden werden. Das Zimmer der erkrankten Person
sollte zweckmäßig gehalten sein (also: auch hier keine "Fallen",
Bett möglichst von beiden Seiten zugänglich); trotzdem soll die Möglichkeit
gegeben sein, durch vertraute Gegenstände (Photos, Bücher, Pflanzen usw.)
das Zimmer freundlich zu gestalten. In vielen Situationen muss man auch
improvisieren (so kann z.B. ein Gartensessel in der Duschkabine die Sicherheit
erhöhen).
2. "Pflegehilfsmittel": sind all jene Geräte, die den Alltag von
Pflegebedürftigen und Pfleger erleichtern (also Pflegebett, Rollstuhl,
WC-Stuhl usw.). Die meisten dieser Geräte werden vollständig von der
Krankenkasse ersetzt - allerdings muss man sich rechtzeitig um eine
Bewilligung kümmern bzw. bei auftretenden Problemen die Nerven bewahren. Sämtliche
Geräte sollten - sofern möglich - spätestens dann vorhanden sein, wenn sie
vom Patienten benötigt werden.
3. "Heben, Tragen, Bücken" - diese Tätigkeiten sind im Rahmen der
Pflege notwendig, belasten aber die Wirbelsäule und die Bandscheiben der
pflegenden Angehörigen. "Rückenschonung" ist hier das wichtigste
Stichwort. Also - niemals "aus dem Kreuz heraus heben", das
Krankenbett bei der Betreuung immer auf Hüfthöhe hochfahren und notfalls
Kurse zur Hauskrankenpflege bzw. zum rückenschonenden Arbeiten belegen! Durch
geschultes Personal können Griffe und Techniken erlernt werden, die das Heben
und Tragen für Patienten und Angehörigen leichter und vor allem sicherer
machen.
4. "Lagerung und Mobilisation": Spezielle Lagerungstechniken können
ebenfalls in Kursen für pflegende Angehörige erlernt werden. Wichtig ist
hier, dass das Auftreten von Wundliegen/ Dekubitus durch
"Druckentlastung" (keine Lagerung, bei der die von Dekubitus
bedrohten Körperregionen besonders belastet sind bzw. Entlastung dieser
Regionen durch Polster, Anti-Dekubitus-Matratzen u. ä.) verhindert wird. In
der Nacht sollte die Position des Pflegebedürftigen mehrmals gewechselt
werden; durch Polster können Arme und Beine gestützt werden.
Unter "Mobilisation" versteht man das "Beweglich-Machen"
des Patienten: hier können einerseits Arme und Beine durch Bewegung
"aufgewärmt" werden, andererseits soll die Mobilität des Patienten
im Alltag (z.B. durch Unterstützung und Sicherung beim Gehen) gefördert
werden.
5. "Beobachtung": bedeutet natürlich nicht, dass der Pflegebedürftige
"observiert" werden soll. es geht hier vielmehr darum, dass man als
Angehöriger ein offenes Auge für den Gesamtzustand des Patienten hat. Veränderungen
der Hautfarbe, der Beschaffenheit der Haut, der Atmung, des Pulses, der Körpertemperatur
können wesentliche Hinweise und Signale sein. Im Zweifelsfall sollte immer
der zuständige Arzt kontaktiert werden - lieber einmal zuviel als einmal
zuwenig fragen!
6. "Körperpflege": Sämtliche Tätigkeiten der Körperpflege, die
nicht mehr vom Pflegebedürftigen ausgeübt werden können, sollen mit Unterstützung
durch den pflegenden Angehörigen durchgeführt werden. Auch hier gibt es
spezielle Hilfsmittel (z.B. Lifter für die Badewanne), die diese Tätigkeiten
erleichtern. Die Körperpflege sollte hier den Bedürfnissen des Patienten angepasst
sein (z.B. wie oft rasiert wird). Auf jeden Fall sollten im Bad entsprechende
Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden (z.B.: Rutschsicherheit, Haltegriffe
usw.). Auch die Kleidung und das Aussehen sollte den Wünschen des Pflegebedürftigen
entsprechen (sofern hier nicht ein Gegensatz zur Funktionalität der Pflege
entsteht).
Wichtig ist es, bei allen alltäglichen Handlungen die Selbständigkeit des
Patienten soweit es geht zu fördern.
7. "Beachtung der psychischen Situation des Pflegebedürftigen":
Durch die Erkrankung verändert sich viel im Leben des Patienten. Oft sorgen
der Verlust früherer Unabhängigkeiten, die Angst vor der Krankheit oder dem
Tod und das Leben in der neuen Rolle des Kranken für psychische Probleme, die
sich in Depressionen, Isolierung und "Schwierigsein" ausdrücken.
Hier ist es wichtig, als Angehöriger Beistand zu leisten, und den Alltag
durch Ausflüge, Reisen, Besuche und Erlebnisse jeder Art so positiv wie möglich
zu gestalten. Es geht hier nicht um das Verdrängen der Krankheit sondern
vielmehr um den gemeinsamen Versuch, aus der Situation das Beste zu machen. So
kann die Krankheit akzeptiert werden.
8. "Aufbau einer Pflegebeziehung": Neben oben erwähnten psychischen
Problemen ist es oft für Patienten und Angehörige schwierig, die neuen
Rollen als "Patient" und "Pfleger" zu akzeptieren. Der
Ehepartner, der Vater/ die Mutter oder der Sohn/ die Tochter wird hier zum
"Patienten", der Angehörige zum "Pfleger". Die emotionale
Beziehung zwischen beiden besteht jedoch weiter, und Konflikte aus der
Vergangenheit stehen in einem neuen Licht. Auch hier muss der neue Umstand
akzeptiert werden; trotzdem muss allen Beteiligten klar sein, dass der
Pflegebedürftige immer noch Vater, Mutter, Kind oder Partner ist - ob mit
oder ohne Krankheit. Bei der Pflege muss also einerseits oft gehandelt werden
- das Handeln sollte aber nie nur als "Pfleger" geschehen, sondern
immer auch als das, was man nach wie vor ist - nämlich ein Angehöriger.
9. "Beachtung der eigenen Situation": Pflegearbeit ist körperliche
und seelische Schwerstarbeit. Viele pflegende Angehörige gehen hier oft an
die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Sie dürfen hier aber nicht vergessen, wie
wichtig ihr Einsatz für den Pflegebedürftigen ist - in diesem Sinne müssen
Sie auch auf sich schauen! Es ist wichtig, persönliche Freiräume
beizubehalten (z.B. in der Form eines Kinobesuches, von Treffen mit Freunden).
Beachten sie auch Ihre eigene psychische Situation! Der Besuch von
professioneller Hilfe (z.B. durch Psychotherapeuten) ist kein Zeichen von Schwäche,
sondern - bedenkt man die Situation der Angehörigen - dringend notwendig.
Insgesamt zeigt sich also, dass die Pflege für beide Seiten - Pflegebedürftigen
und Angehörigen - Umstellungen notwendig ist. Die Pflege kann auch nur
funktionieren, wenn beide Seiten zusammenarbeiten und jeder auf den anderen -
aber auch auf sich - achtet. Durch dieses Gemeinsame kann auch die
schwierigste Situation bewältigt werden.
Wir
sind Ihnen dabei gerne behilflich.
Qualität
Freie Ambulante Pflege wiederholt DIN ISO 2001:9000 zertifziert
Zivildienst
Ab
dem 04.09.2007 stehen ihnen wieder Zivildienstleistende zur Verfügung
Pflegeassistent
Bei
Bedarf können wir ihnen für den Haushalt und für die individuellen
Hilfeleistungen Pflegeassistenten zur Verfügung stellen